Einmal auf links
- Personenspürhunde Schleswig-Holstein

- 15. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Juni
Wer mit seinem Hund im Bereich Mantrailing arbeiten möchte, sollte sich einen erfahrenen Ausbilder suchen und dem gewählten Aufbau sowie Ausbildungsstil konsequent folgen.
Einen bereits fertig ausgebildeten Hund mit einer komplett neuen Trainingsmethode zu konfrontieren, sollte gut überlegt sein. Die entscheidende Frage ist: Was möchte man damit erreichen – besonders dann, wenn der eigene Hund bereits zuverlässig arbeitet, einsatzfähig ist und über eine fundierte Ausbildung verfügt?
Oft unterschätzt man, welche Auswirkungen ein grundlegender Wechsel der Ausbildung auf ein eingespieltes Team haben kann.
Ein Beispiel: Wer über Jahre erfolgreich gelernt hat, von links nach rechts zu schreiben, und plötzlich aufgefordert wird, von rechts nach links zu schreiben, wird feststellen, dass viele Abläufe nicht mehr automatisch funktionieren. Man beginnt wieder von vorne, weil sich die gesamte Vorgehensweise verändert.
Ähnlich kann es beim Hund sein. Werden plötzlich andere Signale, Abläufe oder Erwartungen an ihn gestellt, kann es passieren, dass er die Anforderungen nicht mehr klar versteht. Gleichzeitig kann der Mensch seinen Hund schlechter lesen, weil die gemeinsame Kommunikation und die gewohnten Abläufe nicht mehr passen.
Das kann Vertrauen, Sicherheit und Teamarbeit beeinflussen. Aus einem vorher zuverlässigen Team kann Frust auf beiden Seiten entstehen. Wir haben selbst erlebt, dass bereits gut arbeitende Hunde nach grundlegenden Umstellungen unsicher wurden und ihre vorherige Leistung nicht mehr abrufen konnten.
Natürlich gibt es unterschiedliche Ausbildungsansätze, unter anderem aus Ländern wie den USA oder Irland, die dort ihre Berechtigung haben. Sie wurden jedoch häufig unter anderen Voraussetzungen entwickelt: mit bestimmten Rassen, anderen Einsatzbedingungen, anderen Geländen und einer anderen Infrastruktur.
Nicht jede Methode lässt sich daher 1:1 auf jedes Einsatzgebiet übertragen. Entscheidend ist immer, ob die Ausbildung zum Hund, zum Hundeführer und zum tatsächlichen Einsatzumfeld passt.







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